Der Anfang eines Eintrags der seltsamen Kategorie
Den Namen der Person, um die es hier geht, in den Titel zu schreiben, habe ich mich nicht getraut.
Überhaupt bleibt mir in der heutigen Hetze wieder nur die Zeit einen kleinen Anfang zu setzen. Aber ich möchte, dass immerhin dieser einmal gesetzt ist. Das Thema beschäftigt mich sehr, sowohl in zeitlicher Hinsicht, als auch in der Intensität. Und es gibt sehr viel dazu zu schreiben und dieser Tage habe ich oft den Eindruck, es wäre höchste Zeit dies auch mal zu tun. Bleibt nur zu hoffen, dass ich die nächsten Tage Zeit finden werde bevor die Gedanken wieder weniger klar werden ...
Ein Name mit 4 Buchstaben, und im Prinzip fängt allein bei dem Namen schon der Schwall der Faszination und Bewunderung an. Und obgleich es ein ungewöhnlicher und somit vllt auch objektiv einfach schöner Name ist, würde wohl jeder Name übergroße Bewunderung auslösen momentan ...
ElDonno - 27. Okt, 20:46
Wahrlich ist 20 nicht gerade das richtige Alter um eine Midlife-Crisis zu kommen, schließlich sollten 20 gelebte Jahre nicht die Mitte meines gesamten Daseins darstellen.
Aber dennoch fühle ich mich so. Die Umbrüche sind so schwer wie noch nie und die Umorientierung fällt mir wahnsinnig schwer.
So oft habe ich eine große Leere in mir. Weiß nicht welchen Weg ich einschlagen soll, und wenn ich es dennoch getan habe, weiß ich nicht, ob es der richtige Weg war. Ich bin nicht zufrieden, mit dem was ich tue, aber mir fehlen die Optionen und die Aussicht bzw Hoffnung auf Besserung.
Es ist schon ein recht schlimmes, ungekanntes Gefühl und es hält sich jetzt schon über einen recht langen Zeitraum. Vllt die andauerndste, elementarste Krise bisher. Womöglich keine von den pubertären "Krisenzeiten" über wenige Woche wegen eines Mädels sondern etwas anderes.
Andere Umstände erfordern andere Herangehensweise und v.a. das neuerliche Erlernen sie auf angemessene Weise handeln zu können.
Doch ich tue mir so schwer und verliere die Hoffnung ...
Earlylife-Crisis!?
ElDonno - 29. Sep, 01:03
Nach den Höhenflügen der letzten Tage (vllt garnicht mal objektiv, aber zumindest subjektiv hab ich mich wenig aus der Ruhe bringen lassen bzw vieles positiv empfunden) kommt heute - wie es wohl auch einfach sein muss - ein kleiner Einbruch.
Ein kleiner Streit mit Moritz, weil es nicht nur die Weiber sind, die letzten Endes dann immer vorgehen sondern auch irgendwelche autistischen Beschäftigungen, für die ich vllt einfach weniger Verständnis habe, als ich haben sollte und müsste. Aber womöglich kommt das noch, bei der aktuellen Entwicklung hin zur Konzentration auf sich selbst.
Der Besuch bei Anja war ...seltsam, auf eine Art und Weise, wie er oft seltsam ist. Ich komme mir ziemlich hifllos vor. Ich habe den Eindruck, sie stört meine Anwesenheit höchstens, lässt mich oft auflaufen. Dann meine ich irgendetwas bieten oder machen zu müssen, stoße aber immer auf wenig Gegenliebe. Dazu kommt natürlich bei dem heutigen blendenden Aussehen ein ausgewiesenes sexuelles Interesse, leider nicht zu vermeiden bei den sommerlichen Tagen :-)
Aber ich werde sie nochmal darauf anspannen müssen. Es führt nur zu Verklemmung und dazu, dass ich meine ihr nichts bieten und sie nicht bespaßen zu können. Obwohl die Vergangenheit schon bisweilen gezeigt hat, dass sie das garnicht mal so sieht ...
Und dann die Sache mit Stoppel. Da habe ich mich egtl schon zu lange drüber aufgeregt, als dass ich noch etwas dazu schreiben wollte momentan ...
ElDonno - 6. Aug, 22:42
Über die späte Erkenntnis, dass dies keine Welt des Bleibens, sondern eine Welt des Kommens und Gehens ist...
Es muss jetzt schon wieder ein paar Wochen her sein, dass ich diese Reportage sah. Inmitten einer stressigen Zeit ohne Gelegenheit zur Muße noch ein paar Minuten fernsehen vor dem Schlafen. Und dann kam da diese Reportage über Jonny Kennedy, der durch eine unheilbare Krankheit zum Tode geweiht bis eben dorthin filmtechnisch begleitet wurde und somit seinen unfassbar offenen, starken Umgang mit dem Sterben aller Welt präsentieren konnte.
Und als er dann tatsächlich gestorben war und er im Abspann selbst noch sich verabschiedete, fing ich so plötzlich und heftig zu weinen an, wie schon lange nicht mehr...
Ein wunderbarer Mensch, eine wunderbare Reportage...
Die ganze Geschichte führte mir eines vor Augen, was einem erstaunlich spät im Leben erst richtig bewusst wird, wie ich dieser Tage meine.
Jedes Leben ist gefristet, jeder Mensch stirbt, für jedermann ist das irdische Leben eine kleine Station, ein Kommen mit einem gesicherten Gehen.
Früher war ich eher der Überzeugung, dass das Leben etwas Beständiges ist, zwar mit gewissen Umbrüchen und Abschnitten, aber doch mit ganz festen Linien, die sich nahezu immer und ewig durchziehen. Ein Bleiben und ein Treusein..
Die Realität beginnt etwas anderes zu lehren. Andere Städte, andere Leute, andere Ziele und Einstellungen, und mit der Zeit kippt tatsächlich der Mittelpunkt des Lebens und die Konstanz nimmt ab. Der Wandel ist stark in diesen Jahren, und er ist nicht zu verhindern, weil natürlich auch kein Wille dazu da ist.
Und warum sollte es "im kleinen Rahmen", auf den Stationen innerhalb des Lebens anders sein wie mit dem Leben überhaupt selbst!? Es ist kein Bleiben, sondern ein Kommen und Gehen...
Doch diese stetige Veränderung führt noch immer zu Widerspruch in mir selbst, ja hat mir schon immer überdurchschnittlich Probleme bereitet. Größer ist die Sehnsucht nach Sicherheit, nach Altbewährtem, Geborgenheit und Beständigkeit... Ein Hoch auf die Zeit, zu der man noch nicht über den Tellerrand blicken musste ...
ElDonno - 28. Jul, 15:29
Gedanken zur Entwicklung der Gesellschaft und der Menschheit
Mit großem Schrecken laß ich vor einiger Zeit von der Erfindung eines Mikrochips, der unter die Haut eines Menshcen implantiert werden könne. An und für sich war das soweit noch nichts Neues, allerdings bestand dieser Chip nicht nur aus einer winzigen Platine sondern zusätzlich aus einem ebenso kleinen Behältnis, das eine Substanz enthielt, die bei Freisetzung unter der Haut binnen weniger Minuten den betreffenden Menschen seinem sicheren Tod zuführen konnte. Oh Wunder, verfügte die Platine über eine Funktion das Giftgefäß zu öffnen; den Befehl dazu konnte man per Satellit geben. Kurzum war also eine Methode erschaffen, jeden Menschen von Geburt an auf - mehr oder weniger - alle Ewigkeit mit etwas auszustatten, dass es ohne Aufwand, nämlich per Fernzündung, per Knopfdruck, ermöglichte Menschen gezielt zu töten.
Ich war verwundert, dass es ob dieser Erfindung keinen riesigen Aufschrei gab, in den Medien oder in der Politik. Aber in keiner Nachrichtensendung oder keinem Zeitungsartikel stieß ich auf Meldungen dazu. Für meine Begriffe sehr seltsam ...
Nur ein weiteres Kennzeichen einer für mich gottlosen Zeit...
Ich weiß nicht genau, warum ich gerade auf den Ausspruch "gottlos" gekommen bin. Faktisch geht es mir nicht um den biblischen, christlichen Gott, die Allmachtsfigur der Kirche, ja um gar keine "konkrete" überirdische Macht; dennoch fand ich diesen Ausspruch bei weitem am treffendsten.
Mir selbst war es, trotz elterlichen Bemühens, schon relativ frühzeitig kaum mehr möglich an einen Gott zu glauben, so wie man ihn vorgeführt bekommen hat und so wie ihn ältere Generationen verinnerlicht haben. Von der Jugend abgetan als schwachsinniges, nicht beweisbares, irrationales Gebilde einer sowieso korrupten, heuchelnden Vereinigung der Kirche, entdeckte ich erst etwas später, dass das Nicht-Glauben-Können an eine solche Macht ein großer Verlust ist. Es ist eine Welt, die keinen Raum lässt für einen "Gott", und für alles was ihm ähnelt...
(to be continued)
ElDonno - 5. Jul, 19:19
Leben in der Stadt
Die Stadt - frisst das Land,
frisst das Leben,
frisst die Lebenden!?
Kein Leben,
Perversion des Lebens,
gigantomanische Perversion,
perverse Gigantomanie.
Menschengerecht?
Arbeitstakt schneller als Herzschlag,
Hecheln, Hetzen, Drängeln.
Unübersichtlichkeit, Nervosität, Unruhe.
Arbeit überall, Mensch nirgendwo.
Gedanken abgeschnürrt durch Umfeld,
kein Platz für Muße, Andacht, Emotion.
Geregelte, aufrechenbare Gedanken,
feste Bahnen, ohne Spielraum,
exakt und programmiert.
Wie die Straßenbahn,
auf Gleisen,
Gleise, die immer tragen.
Fliegender Führerwechsel,
keine Zeit für innehalten.
Schienenarbeiten ohne Halt des Schienenfahrzeugs.
Fortwährender Gleichtritt,
kein Platz für Besonderheit
im ewigen ermüdenden Trott.
Innenraum beengt, vollgestopft,
heraus - herein, ohne Rücksicht,
dafür mit Eile.
Tausende Menschen geführt, gehalten auf Schienen,
gehalten ohne Stop.
Menschen auf ihrer Strecke.
Auf der Strecke bleibt der Mensch.
Menschengerecht? Humanität?
Kein Leben in der Stadt.
ElDonno - 8. Jun, 20:20
Ein alkoholgetränkter Beitrag ... es war ein wundervoller Abend, mit meinen Besten, mit Ausgelassenheit und Gemeinsamkeit. Und dann ist wieder der Moment gekommen, an dem ich dem wundervollsten Menschen "Tschüss" sagen muss. Egtl sagen wir nicht "tschüss", wir sagen immer "auf WIedersehen", und egal was wir beim Abschied sagen, so kommt es mir danach jedes Mal vor als hätte ich zu wenig gesagt, den Moment zu wenig ausgekostet, zu wenig betont, wie schön sein Dasein war und wie schwer sein Abschied fällt. Aber er weiß es genau, und ich betone es oft genug, und es ist schon fast einseitig. Also habe ich alles richtig gemacht, und dennoch brennt es so sehr auf der Seele, wenn ich weiß, dass ihn andere Leute in den nächsten Wochen genießen werden, und nicht ich. Ich werde allein sein, ihn vermissen, ihn umarmen wollen und es nicht können, ihn einfach sehen und erleben wollen. Doch die Entfernung ist zu groß, und so romantisch man sie auch kleinreden möchte, so ist sie für den Alltag unüberwindbar und schmerzhaft. Quasi nur verdrängbar, und genau das ist es, was immer stattfindet.
Ein Tribut an Stoppel, die gutmütigste Person auf Erden, mein bester Freund, mein treuester Begleiter, der beste Partykumpel, der einzige, der mir immer zuhört und immer nach Kräften für mich da ist, der sich immer und in jeder Situation bemüht, dessen Interesse nie geheuchelt ist.
Ich danke Gott diese Person kennengelernt zu haben. Er gibt mir unglaublich viel Kraft, seine Treue und sein großes Herz erfüllen mich mit Glück und Stolz, mich Freund diesen Kerls nennen zu dürfen.
Doch immer ist das Wiedertreffen ein Stück weit ein entfremdetes Wiedertreffen, weit weg von früher, und immer ist es ein Countdown bis zum nächsten Abschied, mit der Gewissheit, dass es den solchen geben wird und dass wir keine Heimat mehr teilen. Mehr als alles andere zerreist mir genau dieser Fakt das Herz... Blut und Wasser habe ich damals geheult, am Tag seines ersten Abschieds. So sehr geweint wie Jahre nichtmehr und wie bis heute auch nicht mehr...
Geh nicht, wohin ich dir nicht folgen kann, Stoppel! Geh nicht, lass mich nicht allein, ich will dich nie verlieren und ich danke dir für alles. Nie werde ich dich vergessen!
Forever yours, in größter Verbundenheit und Nähe...
ElDonno - 7. Jun, 01:28
Als ich vorhin im Park saß, erging es mir wie so oft, wenn ich in einem Buch des Dalai Lama lese. Ich werde erfüllt von einer inneren Ruhe, einer Wärme, einem positiven Wohlgefühl, denn in den Texten geht es stets um Harmonie, Liebe, Mitgefühl und die Vermeidung negativer Gefühle. Doch so sehr das auch in dem Moment positiv zu wirken mag, so irritiert es mich doch auch und lässt mich Abstand gewinnen. Denn ... seltsamerweise gestaltet sich mein Leben weitaus weniger positiv als ich da lese.
Der einzige Weg zum inneren Frieden solle sein, immer bereitwillig zu helfen und nicht egoistisch zu sein. Das erscheint mir aus meiner Erfahrung in der realen, harten Welt, die ich jeden Tag erlebe, nicht sehr praktikabel. Ich kann mich gerade in der letzten Zeit an viele Situationen erinnern, aus denen ich eher die Lehre gezogen habe, egoistischer zu sein. Wenn ich anderen etwas gebe, ist unweigerlich ein Stück weit damit die Erwartung verbunden, wieder etwas zurückzubekommen. Und eine solche Erwartungshaltung bietet Platz für Enttäuschungen ...
Wenn ich völlig unegoistisch bin, bietet das Platz für ein Abhängigmachen von anderen, das auch wieder mir selbst zum Nachteil wird, in dem Moment, wo mein Gegenüber nicht sich ähnlich gebunden oder abhängig zu mir fühlt. Abgesehen davon habe ich im Nachhinein Situationen oft so beurteilt, dass mein Einsatz für andere von denjenigen überhaupt nicht gewertschätzt wurde, sodass eine Portion Egoismus niemandem einen Nachteil, sondern höchstens mir einen Vorteil gebracht hätte.
Ähnlich wie mit diesem Punkt frage ich mich an vielen Stellen, ob ein solch harmoniegestopftes Geschreibe heutzutage irgendeine Anwendbarkeit ergibt.
Für meine Begriffe verhalte ich mich in vielen Position richtig, ... aber auf meine Gutmütigkeit kommt eher Negatives zurück, .. und ich lande am Ende wieder bei der Frage, warum ich "so schlecht ankomme", mir so schwer tue in neuen Kreisen und immer das Gefühl habe mich übermäßig um die Gunst von anderen bemühen zu müssen. Eine beherrschende Frage dieser Tage, die vermutlich auch mit der recht vordergründigen Angst immer ein weniger spannendes, atemberaubendes und erfüllendes Leben zu haben als andere. Keine sehr ausgeglichene, zufriedenstellende Situation ...
Den universellen Lebenssinn beantwortet der Dalai Lama an einer Stelle lapidar mit dem Suchen nach Glück, und eben dieses Glück sei nur Produkt innerer Einstellung. Das erscheint mir unlogisch, weil dann aus den täglichen Abläufen jedem das selbe objektive Glück entstehen müsste, was durch den Einfluss des Zufalls etc unrealistisch erscheint. Zum anderen erscheint mir das Anstreben von Glück ein zu wenig lauteres Ziel. Vllt stimmt mich das so unzufreiden, dass ich zunehmend sehen muss, dass es wohl tatsächlich um nicht mehr und nicht weniger geht im Leben. Die Welt verändern ist nicht so einfach, wie man dachte. Überhaupt fehlen mir die großen romantischen, heldenhaften, idealistischen Geschichten, Träume und Zukunftsvisionen. Zu ziellos ist mein Leben momentan, oder der Alltag ist zu wenig erfüllend, spaßvoll, mit positiven Kleinigkeiten geprägt, denn immer dann, wenn es schon keinen sonderlichen Spaß macht, ist die Suche nach einem Sinn und Ziel dahinter besonders intensiv.
Wie geht man um mit solchen Tagen? Alles eine einzige Arbeit an sich selbst? Nun, dann wäre ich wohl ein ziemlicher Versager ...
Traurige Gedanken ...
ElDonno - 8. Apr, 21:54